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Schule am Osterberg
Theaterprojekt

Theaterprojekt


„Erlebte Geschichte – Generationen im Dialog "
Bereits im Schuljahr 2003/04 gab es die Theatergruppe „Alt und Jung“ in Bovenden: Seniorinnen und Senioren der AWO trafen sich regelmäßig mit Schülerinnen und Schülern der Schule am Osterberg, um ein Theaterstück zu erarbeiten, welches aufzeigen sollte, dass gerade die „Großeltern Generation“ viel Verständnis für die Probleme Jugendlicher aufbringen kann. Aufgrund der recht großen Fluktuation der Teilnehmer/innen der Gruppe konnte am Ende des Schuljahres nicht ein ganzes Theaterstück präsentiert werden, dafür aber eine Reihe von kleineren Sketchen, die auf meist lustige Art verdeutlichten, dass Altsein nicht „Abgeschrieben-Sein“ bedeutet. Der Grundstein der Zusammenarbeit war gelegt, es bestand von allen Seiten Interesse, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Zu Beginn des Schuljahres 2005/06 wurde von den Mitarbeiterinnen der AWO der Wunsch geäußert, Szenen aus der Geschichte Bovendens zu präsentieren. Die Theatergruppe befasste sich mit dem Thema und beschloss, hier tätig zu werden. In Interviews durch Schülerinnen und Schüler wurden ältere Bovender Bürgerinnen und Bürger gefragt, wie sie als Jugendliche gelebt haben und ob sie sich an besondere Ereignisse erinnern können. Die zahlreichen Interviews gaben der Gruppe eine Fülle von Erzählstoff für die Bühne. Am Ende des Schuljahres 2005/06 konnte das Stück „Eene meene mopel … und 72 Maikäfer (Lustiges und Nachdenkliches aus der Bovender Vergangenheit“ aufgeführt werden. Es gab viele interessierte Zuschauer und angeregte Diskussionen über frühere Erlebnisse. Dies ermutigte die Gruppe, weiterzuarbeiten, denn viele Erzählungen waren gar nicht in Szenen umgesetzt worden. Am Ende des folgenden Schuljahres kam daher die Fortsetzung auf die Bühne: „… und es fallen Schuhe vom Himmel (Neue alte Geschichten aus Bovenden)“. Es hätte zwar eine weitere Fortsetzung folgen können, doch im darauf folgenden Jahr hat sich die Gruppe für eine andere Thematik entschieden: kleine „Kulturrevolutionen“ der vergangenen Jahr-zehnte, wie zum Beispiel Moden (Minirock, Bikini) oder andere Zeiterscheinungen, 68er Generation, Hippies, … So wird am 15. Juni 2007 das wieder selbst geschriebene Stück „Shocking – alte und neue Trends aus der Trockenhaube“ Premiere haben. „Ganz nebenbei“ hat die Theatergruppe auch zweimal im Dezember Szenen zur Weihnachtszeit einstudiert und in der AWO Begegnungsstätte, im Bürgerhaus und in der Schule aufgeführt. Mittlerweile ist die Theatergruppe „Alt und Jung“ unter der Leitung von Marie-Luise Küsgen, Regine Meile und Dagmar Dettleff-Rohmann eine feste Einrichtung in Bovenden. Ab und zu wechseln die Mitglieder, da ja Schülerinnen und Schüler die Schule verlassen und neue hinzukommen; Wechsel gibt es auch bei der älteren Generation, aber die Arbeit geht in gleicher Form weiter: regelmäßige Treffen am Dienstag in der Schule (14 Uhr bis 15.30 Uhr), zusätzliche Workshops kurz vor den Aufführungen.   Was entstanden ist, ist ein fröhliches Miteinander der verschiedenen Generationen. Es wird viel gelacht und doch ernsthaft gearbeitet. Schön ist, dass alle sich füreinander interessieren, sich gegenseitig zuhören, erfahren wollen, wie man über bestimmte Situationen denkt. Hoffentlich kann diese Arbeit noch lange fortgeführt werden. Dagmar Dettleff-Rohmann P. S.: Wir freuen uns immer wieder über Neuzugänge!

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