
Präventionsarbeit an Schulen gehört zur Polizeiarbeit. Einige Ansprechpartner und Projekte hat Margret Reinecke, neue Beauftragte für Jugendsachen der Polizeiinspektion Göttingen, jetzt bei einem gemeinsamen Treffen mit mehr als 20 Leitern weiterführender Göttinger Schulen vorgestellt.
Göttingen (kk). „Happy slapping“ – zum Teil selbst gedrehte Gewalt-Videos auf Handys – ist eine Straftat vornehmlich unter Jugendlichen. Auch an Göttinger Schulen wie etwa der KGS tauchten in der Vergangenheit solche Sequenzen auf – was, so Reinecke, die Zusammenarbeit zwischen Schule, Polizei und Landeskriminalamt sowie der Elternschaft erforderte. „Prävention bei Kindern muss über die Eltern geschehen“, begründete die Polizeihauptkommissarin, warum nur gemeinsame Anstrengungen Erfolg haben können. Beispielhaft nannte Reinecke auch ein Präventionsprojekt an der Haupt- und Realschule in Bovenden: Dort bildete die Polizei in Reaktion auf Sachbeschädigungen in Schulbussen mit Unterstützung der Schule Neunt- und Zehntklässler zu Busbegleitern aus.
Reinecke, 41 Jahre alt, Mutter zweier Töchter, ist seit vergangenen Sommer Mitglied des sogenannten Präventionsteams bei der Göttinger Polizei – Einarbeitungszeit für das Amt der Beauftragten für Jugendfragen, das Reinecke von der mittlerweile pensionierten Gerda Mansel jetzt übernommen hat. Reinecke trat 1985 ihren Dienst bei der niedersächsischen Polizei an und sammelte unter anderem Erfahrung als Einsatzführerin im Einsatz- und Streifendienst sowie als Polizei-Ausbilderin in Oldenburg und Hann. Münden.
Gefälschte Ausweise?
Am Mittwoch präsentierte sie den Göttinger Schulleitern ihre Ziele und weitere Ansprechpartner, etwa die Kontaktbeamten aus dem Stadtgebiet. Sie gab ihren Kollegen Gelegenheit, sich mit direkten Anliegen an die Pädagogen zu wenden. So etwa Rolf Tyra, der über die Erfahrungen „von Polizeibeamten im Streifendienst am Wilhelmsplatz“ berichtete – und an die Schulen appellierte, fälschungssichere Schülerausweise auszugeben, um Kontrollen an Brennpunkten zu erleichtern.