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Schule am Osterberg
Aktuelles

Busscouts Göttinger Tageblatt vom 13.06.2007

 

Sicherheit durch Busbegleiter

Zweckverband bildet Trainer und jugendliche Helfer aus

Schüler sollen künftig dafür sorgen, dass ihre Altersgenossen in Bussen weniger streiten, weniger randalieren und sich besser benehmen. Gemeinsam mit Busunternehmen und der Polizei hat der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) die Aktion Busbegleiter gestartet.

Göttingen (us). Das übergeordnete Ziel der Kampagne: ein bessere Klima und Image, langfristig dann auch mehr Fahrgäste für den öffentlichen Busverkehr. Denn pöbelnde Kinder, Aggressionen untereinander, Essensreste auf den Bänken oder gar zerkratzte Polster halten manchen davon ab, mit dem Bus zu fahren. Vor allem der Schülerverkehr sei als chaotisch verrufen, erklärt ZVSN-Geschäftsführer Henning Stahlmann.

Strafen und Verbote – auch noch von Erwachsenen – würden erfahrungsgemäß wenig ändern, ergänzt der Northeimer Landrat und Verbandsversammlungschef Michael Wickmann. Ziel müsse es sein, „nachhaltig in den Köpfen etwas zu bewegen“. Die Akteure setzen auf „Gespräche und soziale Kompetenz“. Auch aus diesem Grund sollen vor allem Jugendliche in 8. Klassen auf gleicher Augenhöhe auf ihre Altersgenossen einwirken.

Das Konzept stammt aus dem Ruhrgebiet. Großen Erfolg mit einem ähnlich strukturierten Scout-Konzept hat bereits die Haupt- und Realschule in Bovenden. Unter Federführung des ZVSN soll es in Kreis und Stadt Göttingen sowie in den Kreisen Northeim und Osterode umgesetzt werden – zunächst an etwa acht Schulen, dann flächendeckend.

Verhandeln statt prügeln

Zurzeit werden acht Busfahrer und der Verkehrssicherheitsberater der Polizei, Axel Kerschnitzki, von Spezialisten ausgebildet. Sie sollen dann zwischen den Sommer- und Herbstferien freiwillige Schüler trainieren. Wenn die neuen Busbegleiter dann mit Ausweis im Einsatz sind, gelten auch für sie klare Regeln: Sie sollen sich selbst nicht in Gefahr bringen und körperliche Auseinandersetzungen vermeiden. Streitende oder Randalierende sollen sie vor allem mit guten Argumenten zur Verhaltensänderung bewegen.

Für Training und Startphase investiert der ZVSN zwischen 25 000 und 30 000 Euro. Die beteiligten Busgesellschaften stellen ihre Fahrer dafür frei. Pädagogen an den beteiligten Schulen sollen den jungen Busbegleitern – auch psychologisch – Rückendeckung geben.


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