Bovenden. Mit Staubsaugern und Küchenrolle auf dem Schulhof: Zugunsten von krebskranken Kindern bieten Zehntklässler der Osterberg-Schule heute einen Auto-Innenraum-Service an. Schon gestern haben sie für den guten Zweck viele Autos von innen gereinigt. Gleich zwei Wagen, „die Familien-Autos“, lassen Marie-Luise und Reinhardt Küsgen säubern. „Wir finden das klasse“, sagt die ehemalige Lehrerin an der Osterbergschule, die bis heute dort in der Theater-AG eingebunden ist. Von der Aktion hatte sie bereits gehört, aus dem Tageblatt habe sie den Termin erfahren. Dort hat auch Gerhard Busse aus Grone von der Schulaktion gelesen und ist eigens deshalb nach Bovenden gekommen. „Das könnten sie eigentlich öfter machen“, sagt er, während er den Schülern zuschaut. Die Fußmatten werden ausgeschlagen und gesaugt, auch im Kofferraum bleibt kein Krümelchen liegen. Mit fünf Leuten, mit Staubsauger und Glasreiniger machen sich die Schüler über den Wagen von Bovendens Bürgermeisterin Heidrun Bäcker her. Etwa eine halbe Stunde dauert die Aktion, dann kann Bäcker mit blitzblanken Scheiben wieder fahren. Im Rahmen des Projekts „Humanitäre Schule“ haben die Schüler die Aktion mit ihrem „Humanitären Scout“ Rami Abdelhalim ersonnen. „Jahrelang haben wir Sponsorenläufe gemacht“, sagt ihre Lehrerin Frauke Heise. Durch den „Spaß an Autos“, so erklärt Dennis Günther, seien sie auf die Putzaktion gekommen. Rund 20 Jugendliche aus zwei zehnten Klassen sind dabei. Mindestens fünf, öfter 25 Euro haben sie gestern pro Auto „eingenommen“. Das Geld werden sie der Kinderkrebsstation des Uniklinikums in Göttingen übergeben. Nur noch heute können Autofahrer ihre Fahrzeuge an der Schule von innen gründlich reinigen lassen. Für die Außenwäsche müssen sie, wie Gerhard Busse in Erwägung zieht, in eine Waschanlage fahren. Auf dem Parkplatz der Bovender Osterbergschule wird heute von 8.30 bis 13 Uhr für krebskranke Kinder geputzt.











